{"id":72,"date":"2015-08-12T11:23:45","date_gmt":"2015-08-12T09:23:45","guid":{"rendered":"http:\/\/prokultur.net\/dharmachannel\/?page_id=72"},"modified":"2015-08-12T11:23:45","modified_gmt":"2015-08-12T09:23:45","slug":"hintergrundinformationen-ueber-reiki","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/prokulturgut.net\/dharmachannel\/hintergrundinformationen-ueber-reiki\/","title":{"rendered":"Hintergrundinformationen \u00fcber Reiki"},"content":{"rendered":"<h2>REIKI JIN KEI DO. Der Weg von Mitgef\u00fchl und Weisheit<\/h2>\n<p>REIKI (jap.): universelle Lebensenergie<br \/>\n(w\u00f6rtlich: <strong>REI<\/strong> = \u201cheilig\u201d, \u201cGeist\u201d, \u201cGeheimnis\u201d oder \u201cGabe;<br \/>\n<strong>KI<\/strong> = \u201cEnergie\u201d, \u201cNatur\u201d, \u201cTalent\u201d, \u201cGef\u00fchl\u201d).<\/p>\n<p><strong>Jin<\/strong> &#8211; Compassion \/ Mitgef\u00fchl<br \/>\n<strong>Kei<\/strong> &#8211; Wisdom \/ Weisheit<br \/>\n<strong>Do<\/strong> &#8211; Way or Path \/ Weg<\/p>\n<p><strong>1. Anmerkungen und Gedanken \u00fcber die buddhistischen Verbindungen von Reiki<\/strong><br \/>\n<strong>2. DIE LEBENSGESCHICHTE DES MIKAOMI USUI<br \/>\n3. DR. USUIS BRIEF MIT RATSCHL\u00c4GEN F\u00dcR SEINEN NACHFOLGER<\/strong><\/p>\n<h3>1. Anmerkungen und Gedanken \u00fcber die buddhistischen Verbindungen von Reiki<\/h3>\n<p>Dr. Usui schuf oder formulierte ein System s\u00e4kularen Heilens und einfacher spiritueller Praxis. Dieses formulierte er f\u00fcr jedermann 3eden Glaubens oder ohne Glauben, auch wenn der Ursprung des Systems aus dem Buddhismus stammte. Das buddhistische Material lehrte er nur Buddhisten, die Zuflucht in den Mahayana- oder in den Vajrayanabuddhismus genommen und die Verpflichtung hatten, diese Lehren zu praktizieren. Laut Dr. Usui gab es sieben Stufen seiner Studien, die keinen Zusammenhang mit den sieben Stufen der&#8220;StrahlenTechnik&#8220; oder mit irgendeinem anderen &#8222;erfundenen&#8220; oder gechannelten System des &#8222;zus\u00e4tzlichen Reiki&#8220; haben. Die erste Stufe bestand in den \u00e4u\u00dferen Belehrungen, die die ReikiStufen 1- 3 ausmachen. Die fortgeschrittenen Stufen waren die inneren buddhistischen Belehrungen im Zusammenhang mit dem heiligen Tantra, das er zusammen mit anderen (damit. A. d. 0.) verbundenen buddhistischen Belehrungen der esoterischen Schule des Buddhismus in Japan studiert und ausgelegt hatte. Das Material, das Dr. Usui im Zusammenhang mit Reiki studiert hatte, kam vom Buddha in Nordindien \u00fcber China nach Japan. Diese Belehrungen erreichten Japan im 8. und 9. Jahrhundert, \u00fcbertragen \u00fcberwiegend von Kobo Daishi (Kukai). (Anmerkung: In Tibet begann sich der Buddhismus zu dieser Zeit gerade zu etablieren.) Eines der Tantras, das Usui lehrte, war bekannt als das Tantra des Auffeuchtenden Blitzes. Es scheint so, als ob dieses Tantra im Laufe der Jahrhunderte au\u00dfer Gebrauch gekommen war, nur um um die Jahrhundertwende 1900 durch` den Arzt Mikao Usui wieder gefunden zu werden. Als er es in Japan erforschte, fand er parallele Belehrungen, die aus Tibet stammten.<\/p>\n<p>Dr. Usui brachte die buddhistischen Belehrungen des Tantra des Aufleuchtenden Blitzes und andere Dharmas (buddhistische Belehrungen) hervor oder aktualisierte sie, da es keine lebende Linie von Lehrern, die die Belehrungen praktizierten, gab. Er lehrte dieses Material, aber nach Usuis Tod 1925 wurde der spirituelle Aspekt (die inneren buddhistischen Belehrungen) abermals ungebr\u00e4uchlich. W\u00e4hrend der Befreiung nach dem 2. Weltkrieg wurden gl\u00fccklicherweise die niedergeschriebenen Belehrungen Usuis 1946 in Japan durch ein Lackk\u00e4stchen der Vergessenheit entrissen, das von einem Wanderm\u00f6nch verkauft wurde, der Geld sammelte, um sein Kloster im Nordosten Tokyos wieder aufzubauen und seine Mitbr\u00fcder mit Essen zu versorgen. 1962 wurde der Inhalt vom Britischen Museum beurteilt, der Schriftst\u00fccke von aus dem 11. Jahrhundert bis in die 1920er Jahre zum Vorschein brachte. Die Titelseiten wurden \u00fcbersetzt, und sie umfa\u00dften Kopien des Mahavairocana- Sutra, Kopien von Kommentaren und Vortr\u00e4gen von Kukai und anderen Shingon- Lehrern; ein Tendai- Dokument aus dem 13. Jahrhundert, das Exzerpte aus verschiedenen buddhistischen Sutras einschlo\u00df (einschlie\u00dflich des Lotos- und des Blumenschmuck- Sutras); eine Sammlung medizinischer und Heilungsbelehrungen, die von Sakyamuni Buddha enth\u00fcllt wurden, genannt Tantra des Aufleuchtenden Blitzes; zahlreiche von Dr. Usui und seinem Sch\u00fcler Watanabe geschriebene Briefe und Notizen.<\/p>\n<p>Sie kamen dann in die H\u00e4nde eines fortgeschrittenen Praktizierenden sowohl des tibetisch\/ bhutanesischen und als auch des Shingon- Vajrayana- Buddhismus Lama Yeshe Drugpa Thrinley Odzer ( dem Sohn des K\u00e4ufers des K\u00e4stchens). Als die Belehrungen \u00fcbersetzt wurden, wurden die h\u00f6heren Teachings und Erm\u00e4chtigungen, die im Tantra und in Dr. Usuis Notizen ausf\u00fchrlich (dargestellt) waren, &#8222;aktualisiert&#8220;, so da\u00df sie in der Art, in der Usui sie seinen Sch\u00fclern \u00fcbergeben haben w\u00fcrde, weiter gegeben werden konnten. Diese Teachings werden nun Men Chhoso Rei Kei (Medicine Dharma(D Rei Kei ) genannt und sind nur f\u00fcr Buddhisten verf\u00fcgbar.<\/p>\n<p>Usui Sensei entwickelte das Heilsystem aus dem Esoterischen Buddhismus im fr\u00fchen 19. Jahrhundert; einer seiner Nachfolger, Seiji Takamori, erforschte die Verbindung zum Tibetischen Buddhismus. Der Ehrw\u00fcrdige Seiji Takamori war ein japanischer Zen- M\u00f6nch und Reiki- Meister, der auf der Suche nach der Erleuchtung Nordindien, Nepal und Tibet bereiste. Dort studierte er 20 Jahre lang und fand spirituelle Praktiken, die (in einer anderen Form) alles enthielten, was er vorher durch Reiki gelernt hatte (aber da war noch viel mehr). Folglich schlo\u00df er, da\u00df es sich um eine parallele Linie von Belehrungen des Buddha im Zusammenhang mit Heilen und Meditation handelte. Die Essenz der Entdeckung des Ehrw\u00fcrdigen Seiji Takamori wird \u00fcber seine Usui- Reiki- Linie gelehrt, die jetzt <b>Reiki Jin- Kei Do<\/b> @ (Der Weg von Mitgef\u00fchl und Weisheit durch Reiki) genannt wird, und die fortgeschrittenen, buddhistischen Praktiken als Buddho- EnerSense@ bezeichnet werden.<\/p>\n<p>Das Oberhaupt der Linie (Dr. Ranga Primaratna) und verschiedene <b>Reiki JinKeiDo- Lehrer<\/b> glauben, da\u00df die Symbole des Reiki in erster Linie Werkzeuge sind, um die Meditation und den Fortschritt zur Erleuchtung zu unterst\u00fctzen. Ihre zweite Funktion besteht in der Verbindung zum Heilen. Gerade wie die Kunst der Akupunktur ihre Urspr\u00fcnge in den spirituellen Praktiken der taoistischen Mystiker hat &#8211; wie das Halten der H\u00e4nde auf Punkte und Gesten des K\u00f6rpers &#8211; haben sich im Laufe der Zeit spirituelle Praktiken zu einem s\u00e4kularen System des Heilens entwickelt, das weitgehend bar seiner spirituellen Urspr\u00fcnge ist. Genau so ist Reiki auf den Stufen 1 &#8211; 3 ein s\u00e4kulares Heilsystern mit einem begrenzten spirituellen Ausblick geworden.<\/p>\n<p>Der Buddha war bekannt als &#8220; der gro\u00dfe Arzt&#8220; und seine Belehrungen sind die Medizin, um alle Leiden in Samsara (dem Rad von Geburt und Tod) zu lindern. Das Heilen f\u00fcr eine Sache der k\u00f6rperlichen Ebene oder dieser Lebensspanne zu halten, bedeutet, eine sehr enge Sichtweise des Heilens einzunehmen.<\/p>\n<p>0. h., Usui nahm die komplexen Lehren des Buddhismus und vereinfachte sie so, da\u00df jeder auf einer bestimmten Ebene Zugang zu den unterst\u00fctzenden und heilenden Qualit\u00e4ten haben k\u00f6nnte. Dr. Usui folgte beider Beispiel Jesus und Shakyamuni &#8211; dahingehend da\u00df er aus dem Herzen des Mitgef\u00fchls heraus agierend versuchte seine Belehrungen in Abh\u00e4ngigkeit von den F\u00e4higkeiten des Studenten zu geben, und wenn sie sich in ihrer Praxis und ihrem Verst\u00e4ndnis entwickelten, wurden sie weiter belehrt.<\/p>\n<p>Folglich wurde eines von Reikis Werkzeugen, die Symbole, aus komplexerem Material abgeleitet. Die Namen der Symbole sind nicht die Mantras, die sich auf das originale Material beziehen. Die Namen sind japanisch, da Dr. Usui auf Japanisch (ehrte und hatte das Bed\u00fcrfnis, die Qualit\u00e4ten dieses Materials in einer Form auszudr\u00fccken, die Bedeutung trug. Die Namen beschreiben in allgemeinen Begriffen (wie die Spitze des Eisbergs) einige der Qualit\u00e4ten und\/ oder der Funktionen. Einige der vier Reiki- Symbole k\u00f6nnen zur\u00fcckverfolgt werden bis ins Sanskrit und sp\u00e4teres Material des tibetischen, chinesischen und japanischen Buddhismus, aber nicht bis zu einem einzelnen Kanji (japanisches Silbenzeichen. A. D. 0.) oder zu einem Buchstaben aus dem Sanskrit- Alphabet.<\/p>\n<p>Copyright: Gordon und Dorothy Beil<\/p>\n<p>Gordon und Dorothy Beil<br \/>\nReiki Master Teachers of Reiki: Jin- Kei Do<br \/>\nReiki Master Teacher Members of Reiki Kyokai Usui Shiki Ryoho.<br \/>\nTeaching Masters of Buddho-Ener-Sense with The International Buddho-EnerSense<br \/>\nTraining Association &amp; Network.<br \/>\nRei-Kei Sensei with Men-Chhos-Re-Kei@ Internationl, Inc.<\/p>\n<p>218 Osborne Road, Jesmond, Newcastle upon Tyne NE2 31-13 United Kingdom<br \/>\nTel\/Ans\/Fax: +44 (0) 191 281 7442<br \/>\nE-mail- 106622 1776e_compuserve.com,<\/p>\n<p>Legende A. d. 0.<\/p>\n<p>Deutsche Erst\u00fcbersetzung: C. Bernet, Februar 2001<\/p>\n<p>Anmerkung der \u00dcbersetzerin<\/p>\n<p>Sarva mangalam<\/p>\n<h3>2. DIE LEBENSGESCHICHTE DES MIKAOMI USUI<\/h3>\n<p>Von Gejong Palmo, Reiki- Meister<\/p>\n<p>Mikaomi Usui wurde am 15. August 1865 im Dorf Yago in der Pr\u00e4fektur Gifu geboren, wo seine Familie seit 11 Generationen lebte. Seine Familie geh\u00f6rte zur Tendai- Sekte des Buddhismus. Als er 4 Jahre alt war, wurde er in ein TendaiKloster geschickt, um dort seine Grundschulbildung zu erhalten. Er war ein guter Sch\u00fcler und sehr aufgeweckt.<\/p>\n<p>Usui durchlief eine h\u00f6here Erziehung und erreichte den Doktorgrad in Literatur. Er sprach viele Sprachen und war in Medizin, Theologie und Philosophie sehr bewandert. Wie viele Intellektuelle dieser Zeit war Usui von der aus dem Westen kommenden &#8222;Neuen Wissenschaft&#8220; fasziniert. W\u00e4hrend dieser Zeit (den 1880er und 1890er Jahren) hatte der Meiji- Kaiser ein neues Regime eingef\u00fchrt, das die Shogune st\u00fcrzte und Japans Feudalstaaten direkt unter die Kontrolle der Zentralregierung brachte, die nach Tokyo verlegt wurde. Unter diesem neuen Regime wurden die &#8222;alten Ideen&#8220; zugunsten der Modernisierung verworfen, und das Land wurde erstmalig f\u00fcr Westler ge\u00f6ffnet. Es entstand eine Raserei der Umwandlungen allt\u00e4glicher Lebensweisen in die westlichen Moden, die man mit Zivilisation gleichsetzte. In allen Institutionen des sozialen und politischen Lebens wurden M\u00e4nner, die auch nur mit einem Hauch der modernen Wissenschaften ausgestattet waren, in hohe Positionen bef\u00f6rdert. M\u00e4nner des &#8222;Neuen Wissens&#8220; wurden beinahe verg\u00f6ttert, und der Wunsch eines jeden jungen Mannes war, die &#8222;waagrechte&#8220; Schrift der westlichen B\u00fccher zu lesen. Die gesamte Nation verlangte voll Ungeduld nach den Wohltaten der neuen Zivilisation. Das Motto der \u00c4ra lautete: &#8222;Erleuchtung und Zivilisation&#8220;. Usuis Vater, Uzaemon, war ein passionierter Anh\u00e4nger des neuen Regimes und \u00fcbernahm progressive, politische Ansichten. Usui hatte gro\u00dfen Respekt vor seinem Vater und wurde von dieser nationalen Besessenheit, &#8222;verwestlicht&#8220; zu werden, stark beeinflu\u00dft. Er bereiste verschiedene europ\u00e4ische L\u00e4nder und setzte seine Studien in Naturwissenschaften und Medizin fort. Au\u00dferdem befreundete er sich mit einigen christlichen Missionaren, die in Harvard und Yale Medizin studiert hatten.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der Zeit, als Japan dem Westen die T\u00fcren \u00f6ffnete, waren die ersten, die ankamen, Missionare der beiden Richtungen, Katholiken und Protestanten. Sie nahmen ihren Einsatz in drei Hauptgebieten auf. Eines davon war Yokohama, das unter dem Einflu\u00df des Reverend John Ballagh stand. Hier begannen die Missionare mit ihrer medizinischen Arbeit und brachten das Wissen der westlichen medizinischen Wissenschaft mit. Sie wurden zu sehr einflu\u00dfreichen Anf\u00fchrern und formten die erste japanische Kirch-e im Jahr 1872.<\/p>\n<p>Zur gleichen Zeit war ein Japaner namens Neesima von seinen Reisen in Amerika zur\u00fcckgekommen, wo er zum Christentum konvertiert war. 1876 gr\u00fcndete er in der Innenstadt von Kyoto &#8211; die \u00fcber viele Jahrhunderte eine Hochburg des Buddhismus gewesen war &#8211; die Doshi- sha Schule. Doshi- sha wurde zu einem theologischen Seminar, das den Wahlspruch &#8222;Vereint im Ideal&#8220; annahm. In den sp\u00e4ten 1860er Jahren f\u00fchrte Doshi- sha die liberale Theologie&#8220; ein und lud Unitarische Missionen aus Amerika ein. Diese Institution wurde ein Brennpunkt f\u00fcr Missionare, um Seminare und Unterricht \u00fcber liberales christliches Gedankengut zu halten. Sie waren sehr offen f\u00fcr die Ideen des Darwinismus und naturwissenschaftlichen Ansichten des Lebens. Aufgrund Usuis umfangreicher Ausbildung in Theologie und Naturwissenschaften &#8211; verbunden mit seiner Freundschaft mit bestimmten Missionaren &#8211; ist es sehr wahrscheinlich, da\u00df Usui einige dieser Seminare besucht hat und m\u00f6glicherweise sogar eingeladen wurde, Reden zu halten. Aber aus seinen pers\u00f6nlichen Notizen ist klar zu ersehen, da\u00df er das Christentum nicht annahm, und da\u00df er der Lehre gegen\u00fcber ziemlich skeptisch war.<\/p>\n<p>Usui lebte sein ganzes fr\u00fches Erwachsenenalter mit seiner Frau Sadako Suzuki und zwei Kindern &#8211; einem Sohn, Fuji, und einer Tochter &#8211; in Kyoto. Er war Gesch\u00e4ftsmann und hatte wechselnden Erfolg. Er traf auf einige Schwierigkeiten, aber seine Entschlossenheit und seine positive Lebensauffassung halfen ihm, alle Hindernisse zu \u00fcberwinden. Er f\u00fchrte seine religi\u00f6sen Studien fort und beteiligte sich an einer religi\u00f6sen Gruppe namens &#8222;Rei Jyutsu Ka&#8220;. Diese Gruppe besa\u00df ein Zentrum am Fu\u00df des heiligen Berges Kuramayama n\u00f6rdlich von Kyoto. Auf dem Berg (der nur 1700 ft. hoch ist ) befindet sich ein alter buddhistischer Tempel, Kurama- dera, der eine sehr gro\u00dfe Statue des Amida Buddha hat, und der viele Kunstwerke beherbergt, die Teile des&#8220;Nationalen Schatzes&#8220; sind. Der Tempel geh\u00f6rt der Shingon- oder Mikkyo- Sekte des esoterischen Buddhismus und wurde im Jahr 770 n. Chr. errichtet. Kuramayama wurde seit Jahrhunderten als Kraftort angesehen, und viele ber\u00fchmte Weise, wie auch Kaiser kamen hierher, um zu beten. Der Tempel und seine Umgebung wurden in nat\u00fcrlichem Zustand erhalten, und der Berg selbst ist das spirituelle Symbol des Tempels von Kurama. Stufen leiten hinunter zum Fu\u00df des Berges, wo man sitzen und meditieren kann. Ganz in der N\u00e4he befindet sich ein Wasserfall. Usui ging h\u00e4ufig an diesen Ort um zu meditieren. Er mochte es ganz besonders, an einem Platz nahe dem Wasserfall zu meditieren.<\/p>\n<p>In dieser Zeit (um 1900 herum) erkrankte Usui an Cholera, die als Epidemie durch Kyoto fegte. Er erlebte eine profunde Nahtod- Erfahrung, in der er Visionen von Buddha Mahavairocana erlebte, von dem er direkte Anweisungen erhielt. Dies war eine lebensver\u00e4ndernde Erfahrung f\u00fcr Usui, die bewirkte, da\u00df er sein Leben einer gr\u00f6\u00dferen Neubewertung unterzog. Er entwickelte ein ausgepr\u00e4gtes Interesse an der esoterischen Wissenschaft des Heilens, wie sie vom Buddha gelehrt wird, und den mitf\u00fchlenden Wunsch, da\u00df er diese Methoden lernen m\u00f6ge, um der Menschheit Gutes zu tun. Als er sich von seiner fast t\u00f6dlichen Erkrankung erholte, begann er seine Erfahrungen mit seiner Familie und dem Hauspriester zu besprechen. Die waren \u00fcber seine Behauptungen, erleuchtete Wesen gesehen zu -haben, emp\u00f6rt, und der Tendai- Priester schlug ihm auf den Kopf und jagte ihn aus dem Tempel. Entschlossen, auf seine Fragen \u00fcber die Vision Antworten zu finden, traf Usui schlie\u00dflich einen Shingon- Priester &#8211; Watanabe, den \u00c4lteren &#8211; der Usuis enormes spirituelles Potential erkannte und ihn als Sch\u00fcler annahm.<\/p>\n<p>Usui wurde dann zu einem hingebungsvollen Shingon- Buddhisten, was seine Familie noch mehr emp\u00f6rte, und sie tilgte ihn aus der Ahnentafel. Usui wurde als Verr\u00e4ter an Familie und Ahnen angesehen. Ab diesem Tag weigerten sich seine Verwandten, \u00fcber ihn zu reden, indem sie sagten, da\u00df es nicht dem Wunsch der Ahnen entspr\u00e4che, seinen Namen auszusprechen. Sogar seine Tochter f\u00fcgte ihrem Testament eine Klausel bei, da\u00df der Name ihres Vaters in ihrem Haus nie ausgesprochen werden d\u00fcrfe.<\/p>\n<p>Mikao Usui wendete viel Zeit und Geld auf, indem er den neu gefundenen spirituellen Pfad durch Studieren und das Sammeln buddhistischer Schriften verfolgte. Im besonderen studierte er buddhistische Heiltechniken und investierte eine enorme Menge an Geld in das Sammeln alter medizinischer Texte. Da er gute politische und akademische Beziehungen hatte, hatte er in verschiedenen L\u00e4ndern viele Kontaktpersonen, die nach Texten f\u00fcr ihn suchten. Z. B. gab sein Kontaktmann in Bombay, Indien, Kaufleuten Gold, die entlang der Seidenstra\u00dfe durch Tibet nach China reisten, um geheime Heiltexte aus Tibet oder China zu finden. Usui war besonders interessiert, Texte aus Tibet zu bekommen.<\/p>\n<p>Kyoto war die Heimat vieler gro\u00dfer und umfangreicher buddhistischer Bibliotheken und Kl\u00f6ster, die Sammlungen historischer Texte besa\u00dfen. Usui erledigte viele seiner Forschungen dort. Es war in einem Antiquariat in Kyoto, da\u00df er auf das Jantra des Aufleuchtenden Blitzes&#8220; stie\u00df. Er f\u00fchlte, da\u00df dieses eine wichtige Entdeckung war. Dieses Tantra stellte die Information zur Verf\u00fcgung, nach der er gesucht hatte, und bot eine umfassende Heilungsmethode, die vom esoterischen Buddhismus abgeleitet war, wie er in Tibet praktiziert wurde. Der Text stammte aus dem 14. Jahrhundert, und war von Kobo Daishi, dem Begr\u00fcnder des Shingon- Buddhismus, nach Japan gebracht worden. Usui schickte seine Agenten auf der Suche nach anderen, verwandten Texten sowohl nach China als auch nach Tibet.<\/p>\n<p>Viele Jahre lang fuhr Usui fort, diese medizinischen Tantras zu sammeln, zu studieren und zu praktizieren. Er wurde ein fortgeschrittener Praktizierender und Meditationsmeister. Sein engster Freund &#8211; Watanabe Kioshi Itami, der Sohn seines buddhistischen Lehrers &#8211; wurde sein ergebenster Student. Im Laufe der Zeit wurde Usui zu einem respektierten und gelehrten buddhistischen Lehrer mit einem Gefolge ergebener Studenten. Sie trafen sich regelm\u00e4\u00dfig, und Usui lehrte aus den Texten, die er gesammelt hatte. Der Brennpunkt seiner Belehrungen war das Heilen und der Nutzen f\u00fcr die Menschheit durch Heilen. Sie praktizierten sowohl umf\u00e4ngliche Rituale, um neu aufgetretene Erkrankungen, die Japan verheerten, abzuwehren, als auch esoterische Praktiken zum Heilen jeder Art von Krankheit.<\/p>\n<p>Mikao Usui war tats\u00e4chlich ein Mann, der seiner Zeit voraus war. Er ging gegen die sozialen Normen seiner Zeit an, die sehr Sekten- und Klassen- orientiert waren. Usui glaubte, da\u00df jeder ungeachtet seines religi\u00f6sen Glaubens Zugang zu den buddhistischen Heilmethoden haben sollte. Er wollte einen Weg finden, diese kraftvollen Methoden dem einfachen Mann ohne lange beschwerliche Praxis zug\u00e4nglich zu machen. Aus seinem gro\u00dfem Mitgef\u00fchl und Entschlossenheit heraus, gelobte er, eines Tages einen Weg zu finden, um eine Heilmethode zu entwickeln, die jede Art von Krankheit heilen k\u00f6nnte und jeden ungeachtet seines Hintergrundes, seiner Erziehung oder seiner Religion gelehrt werden k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Es war w\u00e4hrend eines 21 Tage dauernden Meditationsretreats im Jahr 1914, da\u00df Usui die Antwort auf seine Gebete erhielt. Usui ging zu seinem bevorzugten Meditationsort am Kuramayama und unterzog sich &#8222;lsyu Guo&#8220;, einer intensiven Praxis, bei der er einiges von dem tantrischen Material verwendete, das er gesammelt hatte. W\u00e4hrend seiner Erfahrung von Satori realisierte er den Weg von Reiki. Durch die Destillation jahrelangen Studiums und Praxis war Usui f\u00e4hig geworden, eine Methode zu erkennen, um die Essenz dieser buddhistischer Praktiken zu den Massen zu bringen. Er nannte sie Rei Ki &#8211; spirituelle Energie.<\/p>\n<p>Zuerst praktizierte er seine neu entdeckte Methode an seiner Familie und seinen Freunden. Danach bot er seine Heilmethode dem Untere- Klasse- Viertel von Kyoto an. Kyoto ist ein religi\u00f6ses Zentrum, und die Menschen, die auf der Strasse leben, werden hereingebeten, und es wird f\u00fcr sie gesorgt, wobei jede Familie auf &#8222;ihre&#8220; Leute aufpa\u00dft. Usui \u00f6ffnete sein Haus vielen Menschen, und er brachte ihnen sieben Jahre lang Reiki. Das gab ihm die M\u00f6glichkeit, seine neue Heilmethode zu perfektionieren und zu verfeinern. In der Zwischenzeit fuhr er fort, regul\u00e4ren Unterricht f\u00fcr seinen wachsenden &#8222;Kreis&#8220; von buddhistischen Anh\u00e4ngern zu geben, und sein System weiter zu entwickeln und zu verfeinern.<\/p>\n<p>1921 zog Usui nach Tokyo, wo er als Sekret\u00e4r von Pei Gotoushin, dem Premierminister von Tokyo, arbeitete. Er er\u00f6ffnete eine Reiki- Klinik in Harajuku, au\u00dferhalb Tokyos. Er begann, Klassen einzurichten und unterrichtete sein System von Reiki. Einige seiner f\u00fchrenden \u00e4lteren Studenten, die alle seine Belehrungen einschlie\u00dflich der esoterischen buddhistischen Heilmethoden erhielten, schlie\u00dfen ein:<\/p>\n<ul>\n<li>Watanabe Kioshi Itarni, sein lebenslanger Freund und Student aus Kyoto. Es war Watanabe, der alle Notizen Usuis und die Sammlung der buddhistischen Tantras erbte, als Usui starb.<\/li>\n<li>Bo Taketomi, der Marineoffizier war<\/li>\n<li>Wakami<\/li>\n<li>Takeuchi Sensei, ein buddhistischer M\u00f6nch<\/li>\n<li>F\u00fcnf buddhistische Nonnen, deren Namen nicht bekannt sind<\/li>\n<li>Kozo Ogawa. Ogawa er\u00f6ffnete ein Reiki- Klinik in der Stadt Shizuoka. Er war sehr aktiv in der Verwaltung der Reiki Society. Er \u00fcbergab sein Werk einem Verwandten, Fumio Ogawa, der noch lebt.<\/li>\n<p>1922 gr\u00fcndet Usui die Reiki Society, die Usui Shiki Reiki Ryoho Kenkyukai genannt wurde, und er fungierte als deren erster Pr\u00e4sident. Diese Gesellschaft war offen f\u00fcr die, die Usuis Reiki studiert hatten. Die Gesellschaft existiert noch immer und hatte seit Usui f\u00fcnf Pr\u00e4sidenten: Mr. Taketomi, Mr. Watanabe, Mr. Wanami, unbekannt, Ms. Koyama, die die Stelle noch inne hat. Die Gesellschaft begann eine neue &#8222;Religion&#8220; oder spirituelle Organisation, was zu jener Zeit in Japan ein \u00fcbliches Verfahren war.<\/p>\n<p>Am 01. September 1923 wurden Tokyo und die umgebenden Gebiete von dem verheerenden Kanto- Erdbeben getroffen. Der gr\u00f6\u00dfte Teil von Zentral- Tokyo wurde dem Erdboden gleichgemacht und v\u00f6llig vom Feuer zerst\u00f6rt. Ober 140.000 Menschen wurden get\u00f6tet. In einem Augenblick wurden 40.000 Menschen einge\u00e4schert, als ein Feuertornado \u00fcber das offene Gel\u00e4nde fegte, wo sie Sicherheit gesucht hatten. Die Feuer brachen aus, weil das Erdbeben mittags zuschlug, als zahllose Hibachi- Kohle\u00f6fen bereit zum Kochen des Mittagessens waren. Die Holzh\u00e4user entz\u00fcndeten sich rasch, als sie durch die Erdst\u00f6\u00dfe zusammenst\u00fcrzten. Drei Millionen H\u00e4user wurden zerst\u00f6rt, wodurch Unz\u00e4hlige obdachlos wurden. Ober 50.000 Menschen wurden schwer verletzt. Die \u00f6ffentlichen Wasser- und Abwassersysteme waren zerst\u00f6rt. Es dauerte Jahre, bis der Wiederaufbau stattfand.<\/p>\n<p>Als Antwort auf diese Katastrophe gaben Usui und seine Studenten zahllosen Opfern Reiki. Seine Klinik wurde schon bald zu klein, um die Scharen der Patienten zu versorgen, deshalb baute er im Februar 1924 eine neue Klinik in Nakano au\u00dferhalb Tokyos. Sein Ruf verbreitete sich rasch in ganz Japan, und er begann, aus dem ganzen Land Einladungen zu erhalten, zu kommen und seine Heilmethoden zu lehren. Vom Kaiser wurde ihm der Kun San To, eine sehr hohe Auszeichnung (vergleichbar mit einer Ehrendoktorw\u00fcrde), verliehen, die an die Personen geht, die ehrenvolle Taten vollbracht haben. Sein Ruf verbreitete sich bald \u00fcber die ganze Region, und viele ber\u00fchmte Heilkundige und \u00c4rzte begannen, um Belehrungen nachzusuchen.<\/p>\n<p>1923 begann Usui, eine vereinfachte Form des Reiki \u00f6ffentlich zu lehren, um dieser Forderung nachzukommen. Zwei seiner bemerkenswertesten Studenten waren-. Toshihiro Eguchi, der mit Usui in &#8230; studierte&#8230;<\/p>\n<p>@1997 The Way of Rei Ki<\/p>\n<p>Deutsche Erst\u00fcbersetzung: C. Bernet, August 2000<\/p>\n<p>Die Kopien enden hier &#8211;<\/p>\n<p>Sarva mangalam.<\/p>\n<h3>3. DR. USUIS LETZTER BRIEF<br \/>\nDR. USUIS BRIEF MIT RATSCHL\u00c4GEN F\u00dcR SEINEN NACHFOLGER,<br \/>\nDR.WATANABE<\/h3>\n<p>Dieser Brief war an den Text des Tantra des Aufleuchtenden Blitzes geheftet,<br \/>\num 1925.<\/p>\n<p>\u00dcbersetzt 1995. Transkribiert 26.09.1994.<\/p>\n<p>Ich, Usui, habe beschlossen, meine Motive, Bestrebungen und die Gr\u00fcnde schriftlich niederzulegen, warum ich die neue spirituelle Wissenschaft eingef\u00fchrt habe, die in Wirklichkeit eine sehr alte spirituelle Wissenschaft ist, die verloren und vergessen gewesen war.<\/p>\n<p>Ich wurde meinem Vater als erster Sohn geboren, als \u00c4ltester von drei Br\u00fcdern und zwei Schwestern. Mein Vater war ein Angeh\u00f6riger des niederen Adels, der in seiner Weisheit &#8211; oder vielleicht auch Schlauheit &#8211; die Schrift an der Wand bzgl. der alten Regierung des milit\u00e4rischen Shogunats verstanden hatte, das in den vor meiner Geburt vergangenen 50 Jahren wie ein gebrauchter und ausrangierter Tisch gewackelt hatte, der schlie\u00dflich aufgrund der Weisheit und sehr gut koordinierten Machenschaften des Kaisers Meiji und seiner vielen Unterst\u00fctzer auf den Boden krachte. Das f\u00fchrte zu einer Ver\u00e4nderung der nationalen Haltung, die beeindruckend war.<\/p>\n<p>Seit der Zeit der Naro- Periode oder sogar schon davor bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts hatte sich Japan &#8211; obwohl es das niemals zugegeben h\u00e4tte &#8211; China und der westlichen Richtung wegen seiner Inspiration und Zivilisation zugewendet. Das war gut, weil die Chinesen beides tats\u00e4chlich besa\u00dfen. Sie segneten Japan nicht nur mit den Grundlagen von Kunst, Sprache, Schrift, der Kunst der Kalligraphie und nat\u00fcrlich dem gro\u00dfen Geschenk des Dharma, den Lehren des Konfuzius und den Lehren des Laotse, sondern pflanzten auch ihre Vorlieben f\u00fcr die Aufrechterhaltung von Stabilit\u00e4t und die Verh\u00fctung sozialer Ver\u00e4nderungen ein. Dieses, meine ich &#8211; wenigstens meinte ich es zu dieser Zeit, wie das viele junge Leute taten &#8211; war nicht gut.<\/p>\n<p>Als ich 16 Jahre alt war, sah ich meine erste Dampfmaschine und war von ihrer Symmetrie, Perfektion, Eleganz, Sch\u00f6nheit und auch ihrer Funktion zu Tr\u00e4nen ger\u00fchrt. Kurz danach gab es einen Zustrom von Gaijin &#8211; westlichen Barbaren &#8211; nach Japan. Nach dem ersten Eindruck glichen sie den Legionen der D\u00e4monen der Vorv\u00e4ter. Mit ihrem hellen Haar und den r\u00f6tlichen Gesichtern sahen sie aus wie die Lieblinge des Herrn des Todes selbst, die sich von unter der Erde erhoben hatten, und sicherlich best\u00e4rkte der Geruch , der von ihnen ausging, die Meinung der meisten Leute, da\u00df sie nicht von Osten nach Japan gesegelt waren- diese Seebarbaren, die Rundaugen; sondern da\u00df sie zweifelsohne den untersten Bereichen des Herrn des Todes entsprungen waren.<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich traf ich einen, Mr. Phillips, der beides war, ein Praktizierender seiner Religion Christentum war &#8211; einer, der es auslegt, ein wenig so wie ein Priester, bekannt als &#8222;Laienprediger&#8220;- und ein Doktor Medizin, als auch ein Philosoph. Als ich mit ihm bekannt wurde, fand ich in ihm ein wirklich bemerkenswertes Individuum, das &#8211; obwohl v\u00f6llig befremdend in seinem Verhalten und seinen Umgangsformen &#8211; ich nichtsdestoweniger als Mitmenschen und als von gro\u00dfer Intelligenz anerkannte. Ich w\u00fcnschte &#8211; wie viele andere junge Leute &#8211; all dieses westliche Wissen zu lernen, und ich h\u00e4tte jedes Opfer gebracht, um ihr Wissen einzusaugen, sogar in einem Raum mit diesen duftenden Wesen zu sitzen.<\/p>\n<p>Ich fand ihn neugierig auf unsere Lebensart, und eines Tages stellte er die Frage, auf die ich gewartet hatte. Er fragte, warum die meisten Leute sich von den Fremden abgesto\u00dfen f\u00fchlten. Freudig gab ich ihm eine Antwort: weil sie nicht badeten. Das best\u00fcrzte und am\u00fcsierte ihn, und er informierte mich dar\u00fcber, da\u00df er mindestens einmal im Monat baden w\u00fcrde. Ich informierte ihn dar\u00fcber, da\u00df die meisten Japaner, die es konnten, mindestens einmal am Tag badeten und da\u00df sie &#8211; im Gegensatz zu seinem Volk &#8211; sehr wenig unter Furunkeln, Karbunkeln und anderen Hauterscheinungen litten. Das erstaunte ihn, und er wollte wissen, wie wir das Eintauchen in so kaltes Wasser jeden Tag \u00fcberstehen w\u00fcrden, und ob sich das nicht in widriger Weise auf unsere Gesundheit auswirken w\u00fcrde. Ich bef\u00fcrchte, da\u00df ich in Lachen ausbrach, und ich erkl\u00e4rte ihm die Methode, da\u00df unsere B\u00e4der beheizt seien. Er sagte, ja, er h\u00e4tte auch schon einige B\u00e4der genommen, die dadurch geheizt worden seien, da\u00df man einen Topf hei\u00dfes Wasser in eine Kupferwanne gesch\u00fcttet h\u00e4tte.<\/p>\n<p>Ich sagte ihm, da\u00df dies nicht die Art sei, wie eine zivilisierte Person bade und lud ihn ein, mein Bad zu genie\u00dfen. Er war furchtbar \u00fcberrascht und bescherte mir damit eine Erheiterung ohne Ende, als er ins hei\u00dfe Wasser stieg und weit r\u00f6ter heraus kam, als ich je einen Menschen zuvor gesehen hatte. Ehrlich gesagt, hatte sein ganzer wei\u00dfer K\u00f6rper, der mich an die Unterseite der Tentakeln eines Octopus erinnerte, als er aus dem Bade stieg, eine \u00e4u\u00dferst \u00fcberraschende Schattierung von Scharlachrot. Wie dem auch sei, er geno\u00df das Bad enorm und erkundigte sich, ob vielleicht so eine Sache f\u00fcr ihn gebaut werden k\u00f6nnte. Das wurde getan, und es wurde tats\u00e4chlich zu einer Mode unter vielen seiner Freunde, was eine Erleichterung f\u00fcr viele der Studenten war, die mit ihnen studierten.<\/p>\n<p>Mir wurde sogar von der Familie eines Studenten gratuliert, und ich wurde mit einer, zumindest f\u00fcr einen 18 Jahre alten Jungen, ziemlich gro\u00dfen Geldsumme beschenkt, weil ich die Gaijin in die korrekte, zivilisierte Sitte des Badens eingef\u00fchrt und so eine gro\u00dfe Menge von Wa f\u00fcr die Gemeinschaft begr\u00fcndet hatte, die vorher durch die bemerkenswerten und durchdringenden Ger\u00fcche gest\u00f6rt worden war; die Ger\u00fcche, die anscheinend von jedem Gegenstand angenommen wurden, der mit ihnen in Kontakt kam.<\/p>\n<p>Mr. Phillips erkl\u00e4rte mir die Lehre des Christentums, die mich reichlich \u00fcberraschte. Es erschien mir so, da\u00df ziemlich viele \u00c4hnlichkeiten zur Reinen- Land- Praxis des Amida best\u00fcnden. Ich war am Ende sogar in der Lage zu verstehen, da\u00df Mr. Jesus vielleicht die Lehre der Reine- Land- Schule gelernt und versucht hatte, es seinen Leuten zu erkl\u00e4ren, die schwach an Verstand waren und ihn durch die Kreuzigung bestraften. Das Wichtigste, was ich nat\u00fcrlich weder zu jener noch zu irgendeiner anderen Zeit in der Zukunft akzeptieren konnte, war, da\u00df man nur einmal lebte, und da\u00df man einem ziemlich unbest\u00e4ndigen, leichtfertigen, unfreundlichen und rachs\u00fcchtigen Gott gehorchen mu\u00dfte. Als Buddhist wu\u00dfte ich, da\u00df die Buddhas immer gut sind, aber w\u00e4hrend dieser Jahre &#8211; vom 16. bis 27. Lebensjahr &#8211; lehnte ich meinen Glauben ab und lief dem gro\u00dfen Gott &#8222;Wissen&#8220; hinterher; oder wenigstens den wissenschaftlichen Erkenntnissen, die von den Gaijin in unser Land gebracht worden waren.<\/p>\n<p>Ich studierte Medizin, und ich studierte auch Physik, und ich wurde durch die freundlichen Belehrungen von Mr. Phillips und anderen Lehrern &#8211; einige von der Princeton University, einige von der Harvard University und einige von der University of Chicago &#8211; Doktor der Medizin. Durch einen Erlass des Kaisers wurde mir der medizinische Grad gew\u00e4hrt und ich durfte mit Dr. Phillips und seinem Kollegen &#8211; einem holl\u00e4ndischen Arzt, einem Dr. Kerngold &#8211; zu praktizieren. Ich begann die Feinheiten der Chirurgie zu erlernen, nachdem ich Pharmakologie, und die Behandlung und die Diagnosestellung der Krankheiten gemeistert hatte.<\/p>\n<p>Ungl\u00fccklicherweise bewegte sich zu dieser Zeit eine Cholera- Epidemie nach Japan, die unsere Leute und im besonderen mich selbst heimsuchte. Ich wurde im Alter von 27 (Jahren. A. D. 0.) betroffen. Zu dieser Zeit war die einzige Behandlung gegen Cholera, kleine Pillen gerollten Opiums unter der Zunge zergehen zu lassen. Das verlangsamte die Bewegungen des unteren Darmes, und die Person dehydrierte nicht so stark. Das einzig andere, das empfohlen wurde, war eine milde Mixtur aus Salzwasser, Kaliumchlorid mit Fruchtsaft gemischt, um Dehydratation und den Verlust von Elektrolyten zu verhindern, was sich sonst \u00fcbel auf das Salz- KaliumGleichgewicht im K\u00f6rper auswirkte.<\/p>\n<p>\u00dcber Opium&#8217;m\u00f6chte ich sagen, da\u00df ich damals und auch sp\u00e4ter in meinem Leben herausgefunden habe, da\u00df es einen Weg darstellt, das Bewu\u00dftsein auf k\u00fcnstliche, aber effektive Art zu \u00f6ffnen. Ich lernte sp\u00e4ter, da\u00df ich all das einfach durch Meditation erreichen konnte. Jedoch \u00f6ffnete es zu dieser Zeit meinen Geist, und ich bin sicher, da\u00df auch die Erkrankung diesen Effekt auf mich hatte.<\/p>\n<p>Eines Abends war ich in Bewu\u00dftlosigkeit gesunken, zumindest unf\u00e4hig, meinen K\u00f6rper irgendwie zu bewegen, als ich Dr. Phillips zu zwei seiner japanischen Kollegen &#8211; Tome Dak, an den anderen Namen kann ich mich nicht erinnern. Er war ein Neffe von Anoi Tetsuma &#8211; traurig sagen h\u00f6rte, da\u00df ich die Nacht nicht durchhalten, da\u00df ich meinen Geist aufgeben w\u00fcrde, da\u00df mein Blutdruck vernachl\u00e4ssigbar niedrig sei und da\u00df mein Herzschlag so schwach sei, da\u00df er (Dr. Phillips. A. d. 0.) nicht erwarte, da\u00df mein Herz den Rest des Abends und der Nacht durchhalten w\u00fcrde. Das bewirkte eine gro\u00dfe Traurigkeit in den Anwesenden. Es bewirkte nicht so viel Traurigkeit in mir.<\/p>\n<p>Ich erinnerte mich an die Belehrungen aus meiner Kindheit und dachte an das Reine Land des Buddha Amida und da\u00df ich dorthin gehen w\u00fcrde, weil ich den Glauben hatte. Im Geiste begann ich das Amida- Mantra &#8222;Namo Amida Butso, Namo Amida Butso, Namo Amida Butso&#8220; zu rezitieren und dann kam ich in tieferes, halbbewu\u00dftloses Tr\u00e4umen und dann in tiefe Schw\u00e4rze; einen traumlosen Zustand, aus dem ich am fr\u00fchen Abend aufzuwachen begann. Dann bemerkte ich, da\u00df ich nicht im Krankenzimmer am Aufwachen war, sondern an einem Ort, der voll war von Licht, dem h\u00f6chst wundervollen goldenen Licht. Ich dachte mir: &#8222;Ich bin tot, und ich erblicke die Versammlung des Reinen Landes.&#8220;<\/p>\n<p>Tja, in beiden F\u00e4llen lag ich falsch. Ich erblickte Mahavairochana. Zu seiner Rechten war Amida. Zu seiner Linken war der Medizin- K\u00f6nig. Ober dem Kopf von Mahavairochana war unser erster Lehrer Shakyamuni. Sie waren von zahllosen Buddhas und Bodhisattvas und ihren Gefolgen umgeben. Sofort empfand ich gro\u00dfe Trauer, als ich mich erinnerte, da\u00df ich sie abgelehnt hatte.<\/p>\n<p>Dann sprach Mahavairochana zu mir, und ich erblickte sein Gesicht, das freundlichste und liebende Gesicht, frei von Leidenschaft und Anhaftung, doch voll Mitgef\u00fchl mit allen f\u00fchlenden Wesen. Er sagte zu mir:&#8220; Mein armes Kind, du bef\u00fcrchtest, da\u00df auch wir dich ablehnen, weil du deinen alten und ererbten Glauben abgelehnt hast. F\u00fcr ein vollkommen erleuchtetes Wesen, einen Buddha, ist es nicht m\u00f6glich, w\u00fctend zu werden, oder b\u00f6sartige oder \u00fcble Gedanken gegen dich zu hegen. Wir empfinden nur Mitgef\u00fchl f\u00fcr dich und alle Wesen, die im aufgew\u00fchlten Ozean von Samsara leiden, die beiden Schrecken von Geburt und Tod vor Augen.<\/p>\n<p>Dadurch wurde ich \u00fcberw\u00e4ltigt von Freude und Gl\u00fcck, und in diesem Moment verstand ich das Versprechen, das diese h\u00f6chsten spirituellen Wesen zum Wohl der Menschheit auf sich genommen haben-, wissend, da\u00df jeder in der Vergangenheit w\u00e4hrend vieler Kalpas einen menschlichen K\u00f6rper gehabt und sich unnennbaren Leiden unterzogen hatte, bis sie in der Lage gewesen waren, ihre K\u00f6pfe \u00fcber das Wasser von Samsara zu erheben, und das trockene Land von Nirvana zu betreten, indem sie ihre Buddhaheit erreichten &#8211; alle Dinge wissend, alle Dinge erfahren und das Mitgef\u00fchl entwickelt habend, das in keiner Situation ins Wanken ger\u00e4t, sondern sich ausdehnt, bis es im h\u00f6chsten Buddhageist perfektioniert war.<\/p>\n<p>Als ich die Buddhas und Bodhisattvas beobachtete, f\u00fchlte ich mich entsetzlich unpassend und dem\u00fctig vor ihnen. Ich verbeugte mich viele Male und sprach zu ihnen, dr\u00fcckte meinen Kummer dar\u00fcber aus, da\u00df ich mich von ihrer spirituellen Wissenschaft ab- und der physikalischen Wissenschaft zugewendet hatte, die uns von den Europ\u00e4ern und Amerikanern gebracht worden war.<\/p>\n<p>Buddha Mahavairochana l\u00e4chelte und sagte:&#8220; Aber du hast dich doch (gar) nicht abgewendet, mein Kind, denn alles Lernen und Wissen, das Leiden lindert, kommt vom Geist der Buddhas.&#8220; Daraufhin wurde ich wieder von Freude erf\u00fcllt und war doch voll Angst, da\u00df ich mir meinen Platz in der Versammlung im Reinen Land noch nicht verdient h\u00e4tte.<\/p>\n<p>Zu diesem Zeitpunkt sprach der Buddha Medizink\u00f6nig zu mir und sagte, da\u00df ich &#8211; wie er es war &#8211; ein Arzt sei, und da\u00df es meine Aufgabe, meine Mission, sei, daran zu arbeiten, und eine Synthese aus beiden Lehren herzustellen, wenn ich mich von meiner Erkrankung erholt haben w\u00fcrde. Zu diesem Zeitpunkt machte er mir die uralte Belehrung deutlich, da\u00df die Lebensenergie &#8211; Hari &#8211; nicht vom K\u00f6rper getrennt ist, und da\u00df alles k\u00f6rperliche Leiden zuerst dem Hari entspringt, und da\u00df das aufgrund der karmischen Verschleierungen und der vergangenen Handlungen geschieht, die zum Leiden f\u00fchren. Das Skalpell des Chirurgen oder die Pille des Arztes k\u00f6nnen das Leiden nur zeitweilig lindern. Um einen Menschen wahrhaftig zu heilen, mu\u00df er von Unwissenheit, Ha\u00df und Begierde geheilt werden. Er mu\u00df ein moralisches Leben f\u00fchren, achtsam den Mittleren Pfad gehen und die Erleuchtung f\u00fcr sich selbst und f\u00fcr andere suchen; da\u00df dies die einzig wahre Heilung ist, da\u00df der Dharma selbst der einzige Balsam und Medizin f\u00fcr das Leiden aller lebenden Wesen ist.<\/p>\n<p>Als er aufgeh\u00f6rt hatte zu sprechen, kam dann das blaue Licht von Probassa Vidurya &#8211; dem lapisiazulifarbenen &#8211; aus seinem Herzen und ber\u00fchrte mich. In diesem Moment wurden mein Geist und alles leer und dunkel.<\/p>\n<p>Wie dem auch sei, ich wachte am n\u00e4chsten Morgen auf. Zu meines Arztes \u00dcberraschung und Entz\u00fccken blieb von meiner Erkrankung kein anderes Symptom \u00fcbrig als Schw\u00e4che. Ich erholte mich schnell. Zu dieser Zeit hatte man noch nie von einer Person geh\u00f6rt, die sich in meinem Zustand so vollst\u00e4ndig erholt hatte, da\u00df sie keine Symptome des Leidens gehabt h\u00e4tte.<\/p>\n<p>Ungl\u00fccklicherweise erz\u00e4hlte ich Dr. Phillips und meinen Kollegen von meinem Traum. Sie gaben mir die Erkl\u00e4rung vom Opium, das ich eingenommen, und vom Fieber, das ich hatte, und sagten mir, da\u00df ein Gelehrter der Wissenschaften niemals an solche Mythologien und solche Dinge glauben k\u00f6nnte, deren Herkunft vom dummen, analphabetischen Bauern seien.<\/p>\n<p>Sp\u00e4ter &#8211; etwa eine Woche nachdem ich mich erholt hatte &#8211; ging ich zu meinem Priester, der mir eine ganz andere Geschichte erz\u00e4hlte. Beim H\u00f6ren meines Traumes wurde er w\u00fctend und sagte mir, da\u00df ich sehr arrogant sei; da\u00df ich keine religi\u00f6se Person sei. Warum ich eine solche L\u00fcge erz\u00e4hlen w\u00fcrde, eine solche Vision etc. gehabt zu haben, wie sie nicht einmal der gr\u00f6\u00dfte Abt der gr\u00f6\u00dften Tempel gehabt h\u00e4tte. Wie k\u00f6nnte ich &#8211; ein Student, der nicht einmal in traditioneller japanischer Weise gekleidet sei &#8211; \u00fcberhaupt einen solchen Traum oder eine Erfahrung gehabt haben. Er rief seine Wachen, er schlug mich und warf mich im w\u00f6rtlichen Sinne aus dem Tempelbereich.<\/p>\n<p>Bis zu dieser Zeit war ich als Tendai aufgezogen worden. Wie dem auch sei, fast pl\u00f6tzlich traf ich eine wundervolle Person, die der Vater der Person war, die mein bester Freund wurde. Es war Watanabe, der \u00c4ltere. Er praktizierte eine Form des Buddhismus, bekannt als Shingon. Ich nahm ihn als meinen Mentor an und erkl\u00e4rte ihm den Traum. Gemeinsam f\u00fchrten wir zahlreiche Feueropferungen als Dank f\u00fcr den speziellen Segen, den ich durch das Erblicken der Gesichter der Versammlung der Buddhas erhalten hatte.<\/p>\n<p>Ich begann mit Watanabe Bonze zu meditieren und zu studieren, und mein Leben \u00e4nderte sich sofort. Ich wurde sehr ruhig. Meine Begierden und Verhaftungen begannen wegzubrechen, und die Verschleierungen, die ich seit meiner Kindheit in meinem Geist bewahrt hatte, begannen ebenfalls zu verschwinden &#8211; wie Wolken in der Morgensonne. Ich fuhr fort zu praktizieren und erhielt alle niedrigeren und einige der gr\u00f6\u00dferen Einweihungen seiner Shingon- Sekte. Es war ein gro\u00dfes spirituelles Erwachen f\u00fcr mich, und ich verstand, da\u00df der Traum, in dem ich die Buddhas getroffen hatte, nur der Beginn des Weges war und sicherlich nicht sein Ende.<\/p>\n<p>Indem ich das in meinem Herzen bewahrte, arbeitete ich als Arzt und wurde im Gebiet um Osaka herum ziemlich gut bekannt. Viele Leute wollten zu mir kommen, weil sie sagten, ich bes\u00e4\u00dfe in mir die F\u00e4higkeit zum Heilen, und da\u00df ich f\u00fcr diese Arbeit geboren sei. Das ist nicht ungew\u00f6hnlich unter den Landbev\u00f6lkerung, die sich noch immer etwas erhalten hat, was viele Leute f\u00fcr Aberglauben halten; wovon ich einige Jahre vorher geglaubt hatte, da\u00df es dummer Aberglauben w\u00e4re, wovon ich nun glaubte, da\u00df es eine Wahrnehmungsf\u00e4higkeit und eine Weisheit w\u00e4ren, die das Wissen, das man erlernt, \u00fcberstiegen &#8211; aber eine Weisheit und ein Verst\u00e4ndnis der eingeborenen Realit\u00e4t der Dinge, wie sie sind, die \u00fcber die normale Wahrnehmung hinaus gingen.<\/p>\n<p>Als ich 34 Jahre alt war, reiste ich nach Kyoto, und dort fand ich in einem Buchladen ein altes Lackk\u00e4stchen, das das Siegel des Emorji Shingon Tempel trug. Als hingebungsvoller und gl\u00fchender Shingon- Anh\u00e4nger hatte ich das Gef\u00fchl, da\u00df es einige der Sutras oder Kommentare enthalten m\u00fcsse, und sofort kaufte ich es f\u00fcr einen geringen Preis. Das \u00c4u\u00dfere des K\u00e4stchens war aus einem sehr sch\u00f6nen Teak- und das Innere aus Kampferholz. Ich nahm es mit nach Hause und entdeckte den Schatz, den ich gefunden hatte &#8211; einen, nach dem ich gesucht hatte, ohne zu wissen, da\u00df ich nach ihm suchte, und einer, der mir durch die G\u00fcte und das Mitgef\u00fchl der Buddhas und Bodhisattvas der Drei Zeiten anvertraut worden war.<\/p>\n<p>Es war zu dieser Zeit, da\u00df ich begann, \u00fcber das Material, das im Tantra des Aufleuchtenden Blitzes enthalten ist, zu meditieren. Beim Lesen und Meditieren wurde es mir sehr klar, da\u00df es hier ein spirituelles Heilsystem gab, das von den Lippen und der Zunge des Buddha Shakyamuni enth\u00fcllt worden war, und das durch die Ignoranz und Achtlosigkeit der Menschheit f\u00fcr lange Zeit verloren gegangen war. Es war dann meine Entscheidung, da\u00df ich dieses System der Heilung studieren und perfektionieren wollte, um es im Alter vielleicht bestimmten, ausgew\u00e4hlten Studenten zu \u00fcbergeben, die es dann verbreiten sollten.<\/p>\n<p>Zu dieser Zeit kam mir extrem klar zu Bewu\u00dftsein, da\u00df dieses die Mission war, auf die mich die Buddhas zu der Zeit geschickt hatten, als ich den Traum hatte. Da\u00df dieses der Weg sei, dem ich folgen mu\u00dfte, und da\u00df das die Art w\u00e4re, durch die ich, Usui, die Ebene der Erleuchtung erlangen w\u00fcrde, indem ich diese Methodologie verbreiten und praktizieren w\u00fcrde, die nicht nur die \u00e4u\u00dferlichen, physischen Leiden, sondern auch die innerlichen Leiden und Verschleierungen der Menschheit lindert. Das w\u00fcrde \u00fcber beide, die chinesische und die europ\u00e4ische Medizin hinausgehen. Das w\u00fcrde jedes System erg\u00e4nzen und ihm nicht widersprechen, und w\u00e4re andererseits die Wurzel beider Systeme, da es von den Buddhas herstammte, und wie jedes Wissen &#8211; beides: das Wissen der Chinesen und das Wissen der Guilo, egal welches &#8211; ebenfalls von Geist der Buddhas stammte, im Besonderen das Wissen vom Heilen vom K\u00f6nig Medizinbuddha. So f\u00fchlte ich, da\u00df es dies war, worauf sich der Traum bezog, den ich w\u00e4hrend meiner Krankheit erfahren hatte. Auch erkl\u00e4rte das die wunderbare Genesung, die sich ereignet hatte, als die \u00c4rzte, die mich behandelten, gesagt hatten, da\u00df ich nicht bis zum n\u00e4chsten Morgen durchhalten und mich nicht mehr erholen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Dieses waren die zwei Ereignisse, die den Weg meines Lebens ge\u00e4ndert haben und mich zu der Erf\u00fcllung f\u00fchrten, die ich jetzt beim Niederlegen dieses Schreibens empfinde, damit mein Student Watanabe, der Sohn meines Mentors Watanabe, folgen kann; und ich gebe ihm einige Ratschl\u00e4ge sowohl bez\u00fcglich des Verhaltens und bez\u00fcglich der Art, wie sich ein Arzt &#8211; besonders ein buddhistischer Arzt &#8211; in der Beziehung zu anderen benehmen sollte, als auch in der Beziehung zu seinen Patienten.<\/p>\n<p>Ich habe dieses jetzt niedergeschrieben, damit er (Watanabe. A. d. 0.) etwas hat, um so meine Gef\u00fchle zu verstehen, warum ich das System, das Reiki genannt werden soll, eingef\u00fchrt habe und meine Empfindungen zu den inneren und \u00e4u\u00dferen Teachings und ihrer Anwendung. Ich habe eine kleine Geschichte \u00fcber mich selbst erz\u00e4hlt und werde noch ein bi\u00dfchen mehr davon erz\u00e4hlen, wenn ich vielleicht fortfahre, denn was der Mensch nicht mag, ist, zu anderen \u00fcber seine Vergangenheit zu sprechen. Es ist eine gew\u00f6hnliche menschliche Schw\u00e4che, die m\u00f6glicherweise keine Schw\u00e4che, sondern vielleicht ein Weg ist, Erfahrungen zu teilen, mit denen wir f\u00fcr andere sorgen; um tats\u00e4chlich unser Leben und unsere Lebensereignisse zu teilen &#8211; als ein Teilen, nicht als Gew\u00e4hren von Wissen im engeren Sinne, sondern ein Teilen der gew\u00f6hnlichen menschlichen Lebensbedingungen, die alle f\u00fchlenden Wesen erfahren, die auf der menschlichen Ebene sind. Vielleicht k\u00f6nnen wir von dieser Gemeinschaftlichkeit der Erfahrungen aus Weisheit und Verst\u00e4ndnis erlangen.<\/p>\n<p>So sind hier einige Ratschl\u00e4ge und Dinge, die ich gerne sagen w\u00fcrde:<\/p>\n<p>Als erste m\u00f6chte ich Verg\u00e4nglichkeit und Unbest\u00e4ndigkeit diskutieren. Ich bin nicht der selbe Mann, der ich war, als ich heute morgen aus dem Bett aufstand, und wenn ich morgen aus dem Bett aufstehe, werde ich nicht derselbe Mann sein. Mein K\u00f6rper besteht zum gr\u00f6\u00dften Teil aus Wasser, und tats\u00e4chlich wird innerhalb eines Zeitraumes von 24 Stunden dieses Wasser in meinem K\u00f6rper ein anderes Wasser sein als das, das ich erfuhr, als ich heute morgen aufstand. Wenn ich heute abend zu Bett gehe, wird das meiste dieses Wassers sich ver\u00e4ndert haben. Wenn ich morgens aufstehe, wird das Wasser, das gestern in meinem K\u00f6rper war, nicht mehr vorhanden sein, aber neues Wasser wird da sein, das ich durch das Herunterschlucken meines Tees, durch das Essen meiner Nahrung und durch das Trinken von Wasser selbst oder dem Saft von Pflanzen usw. zu mir genommen habe.<\/p>\n<p>Die Proteine in meinem K\u00f6rper werden sich ver\u00e4ndert haben, weil viele von ihnen &#8211; das Albumin &#8211; \u00fcber meinen Urin und meine Def\u00e4kation ausgeschieden sein werden. Ich habe andere Proteine durch meine Nudeln, durch Weizen zu mir genommen, durch Fisch, den ich gegessen habe, und durch Fleisch, das ich gegessen habe &#8211; alles das sind neue Proteine, die ich mir zugef\u00fchrt habe. Meine Haut wirft viele Zellen ab. Jedes Mal, wenn ich mich bewege, fallen Zellen, die trocken sind, von meiner Haut ab und werden durch neue Zellen ersetzt. Mein Muskelgewebe wird ersetzt und so weiter.<\/p>\n<p>Da gibt es einen st\u00e4ndigen Wechsel in meinem K\u00f6rper. Da gibt es einen st\u00e4ndigen Wechsel bei allem um mich herum. Nun sollte sich der Reiki- Praktizierende dessen bewu\u00dft sein; sollte \u00fcber seine eigene Verg\u00e4nglichkeit meditieren und den Tod als unvermeidlich ansehen. Nicht als Freund, noch als Feind, sondern als Ereignis.<\/p>\n<p>Wir haben viele Ereignisse in unseren Leben. Von den Freunden, die ich dieses Jahr habe, sind manche die gleichen und manche andere als die, die ich letztes Jahr hatte oder im Jahr davor oder vor 10 Jahren. Sollte ich weitere 10 Jahre leben, werden die Freunde, die ich habe, andere sein. Sie werden nicht die selben Leute sein, die ich jetzt kenne, weil sie sich ebenfalls ver\u00e4ndert haben werden, und ich werde neue Freunde gewonnen und alte Freunde entweder durch einfache Trennung oder durch Tod verloren haben.<\/p>\n<p>Viele Ereignisse geschehen. Verg\u00e4nglichkeit ist \u00fcberall um uns herum. Die Sonne geht auf und unter, die Blume bl\u00fcht und welkt, das Gras w\u00e4chst und wird gem\u00e4ht, der Baum, der 300 Jahre wuchs, wird von der Axt des Waldarbeiters gef\u00e4llt. Alle Dinge sind verg\u00e4nglich und dem Wechsel unterworfen. Aber ihr wisst, da\u00df diese Dinge nur eine Illusion, ein Schatten sind. Sie sind nicht die Realit\u00e4t. Sie sind nur die Realit\u00e4t, die wir durch unseres umw\u00f6lkten Geist wahrnehmen. Sie sind nicht die wahre Realit\u00e4t, die tats\u00e4chlich um uns herum existiert; diese wahre Realit\u00e4t, die der Geist aller Buddhas ist.<\/p>\n<p>Auch der Tod ist als Ereignis ebenso verg\u00e4nglich. Ja, auch der Tod ist eine Illusion. Selbst Krankheit ist eine durch karmische Verschleierung verursachte Illusion. Vielleicht ist das Leben selbst eine durch karmische Verschleierung verursachte Illusion. Denkt dar\u00fcber nach.<\/p>\n<p>Und denkt dar\u00fcber nach, da\u00df ich auch ein Flu\u00df bin. Ich flie\u00dfe durch die Zeit. Ich treffe auf Felsen und auf meine Ufer, die meine Windungen verursachen. Diese sind meinem Karma vor mich gestellt. Ich flie\u00dfe noch um die Felsen herum. Hinter mir ist der Nebel, aus dem ich geflossen bin. Vor mir ist der Nebel, in den ich hinein flie\u00dfe. Ich bin ein Flu\u00df, der durch die Zeit flie\u00dft. Ich habe keinen Anfang, und ich habe kein Ende, und ich bin st\u00e4ndig in Bewegung. Tod ist unwichtig. Leben ist unwichtig. Leben selbst ist ein Glied in einer Kette oder eine kleine Welle rund um einen Felsen im Flie\u00dfen meines Stroms. Weil ich, Usui, ein Flu\u00df bin. Ich flie\u00dfe von der Vergangenheit zur Zukunft, durch viele Windungen, trotzdem bin ich der gleiche Flu\u00df in der Vergangenheit, in der Gegenwart, in der Zukunft.<\/p>\n<p>Jeder ist ein Flu\u00df, der von der Vergangenheit zur Zukunft flie\u00dft. Jeder Bewu\u00dftseinsstrom ist einzigartig, aber derselbe. Das Wasser, das in dem einen Flu\u00df flie\u00dft, ist von gleicher Substanz wie das Wasser, das in den anderen Fl\u00fcssen flie\u00dft. Es ist nicht verschieden. Seine Formel ist immer noch 1-120. Es m\u00f6gen unterschiedliche Salze in ihm gel\u00f6st sein, und es mag eine andere Richtung nehmen; es mag weit und tr\u00e4ge oder eng und eilig sein, aber es ist noch Wasser. Das ist unser aller Einheit. Das Wasser in dem einen Flu\u00df ist dasselbe wie das in jedem anderen Flu\u00df.<\/p>\n<p>Wenn Leben eine Illusion ist, um wieviel mehr ist auch der Tod eine Illusion. Wenn Gl\u00fcck eine Illusion ist, um wieviel mehr ist auch Leiden eine Illusion. Wenn Liebe eine Illusion ist, um wieviel mehr ist auch Ha\u00df eine Illusion. Diese Dinge haben keine tats\u00e4chliche Existenz. Sie sind Phantome, die durch den Geist ziehen. Sie sind Federn, die in den Wind geblasen werden. Sie sind Kieselsteine, die von einem Hang herunter rollen. Aus der gro\u00dfen Leerheit sind alle Dinge erstanden und sind in die gro\u00dfe Leerheit eingetreten. Alle Dinge kommen wieder. Aus dem unendlichen Licht sind alle Dinge erstanden, und alle Dinge werden zum unendlichen Licht zur\u00fcckkehren. Das einzige, \u00fcberdauernde Ding ist der Geist des Buddha, der alle Existenz durchdringt.<\/p>\n<p>Und wir sind der Buddha. Es sind tats\u00e4chlich nur unsere eigenen Verschleierungen, unsere eigenen umw\u00f6lkten Gedanken, unser eigenes Nicht- Verstehen, das uns von der totalen und vollst\u00e4ndigen Erleuchtung trennt. Der wahre Reiki- Praktizierende wird das realisieren. Beim Behandeln einer Krankheit mu\u00df er die Wahrheit realisieren, da\u00df die Krankheit verg\u00e4nglich und eine Illusion ist. Sie ist entstanden und wird vergehen. Vielleicht wird sich der Tod ereignen, aber das ist auch eine Illusion. Und die Krankheit wird mit dem Tod vergehen, und das Flie\u00dfen des Flusses wird andauern. Weiter und weiter durch die Zeit. Man mu\u00df diese Dinge nicht einfach als ein Segment oder ein St\u00fcck ansehen. Man mu\u00df die Dinge als kontinuierlich und ununterbrochen, als den Flu\u00df des Bewu\u00dftseinsstromes durch die Zeit ansehen. Aber dann m\u00fcssen wir uns daran erinnern, da\u00df auch Zeit eine Illusion ist, und da\u00df sie keine tats\u00e4chliche Bedeutung f\u00fcr oder eine Auswirkung auf uns hat.<\/p>\n<p>Dieses sind profunde Wahrheiten und Realisationen, die zu mir gekommen sind, und ich wei\u00df tiefinnerlich, da\u00df sie auch nur Illusionen und verg\u00e4nglich sind. Ich habe sie erfahren. Vielleicht werden andere, die meine Worte lesen, sie auch erfahren. Aber auch sie haben keine Dauerhaftigkeit. Dieses Konzept der Verg\u00e4nglichkeit mu\u00df dem Geist des Praktizierenden von Reiki &#8211; der spirituellen Wissenschaft -, vollkommen aufgepr\u00e4gt sein. Ist es das nicht, dann ist die Praxis fruchtlos.<\/p>\n<p>Vor der Diskussion der Praxis selbst, hatte ich diese Dinge sagen wollen. Sie sind die Worte eines n\u00e4rrischen alten Mannes und haben keine tats\u00e4chliche Bedeutung. Aber wenn sie vielleicht in Dir, mein Student Watanabe, Nachdenken hervorrufen k\u00f6nnen, dann werden sie dem Zweck gedient haben, f\u00fcr den sie geschrieben wurden, obwohl sie von geringem Wert sind.<\/p>\n<p>Ich beende jetzt diesen Teil des Diskurses. Ich werde ihn in der Zukunft fortsetzen. Aber erinnert euch, da\u00df da keine Vergangenheit ist, und da\u00df da keine Gegenwart ist, und da\u00df da keine Zukunft ist, weil die Zeit selbst eine Illusion ist, und da\u00df auch sie durch ein einziges H\u00e4ndeklatschen in die Leere, die eine Erfahrung, die zeitlose Realit\u00e4t, die der Geist des Buddha ist, zur\u00fcckgeschickt werden kann.<\/p>\n<p>(D 1994 Men Chh\u00f6s Rei Kei International. 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