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Read More„Friedensklang“ bringt Menschen unterschiedlicher sozialer und kultureller Herkunft durch intuitives gemeinsames Musizieren zusammen. Das Projekt schafft einen offenen Raum für Begegnung, kreative Selbstentfaltung, gegenseitiges Verständnis und sozialen Zusammenhalt.
Zeitraum: 06.09.–20.12.2026
Kurszeit: sonntags, 11:00–14:00 Uhr
Umfang: 8 Termine à 4 Unterrichtseinheiten, insgesamt 32 UE
Mindestteilnehmendenzahl: 5 Personen
Alter: ab 16 Jahren
Instrumente: offen für alle Instrumente
Auch in diesem Jahr bietet die Akademie der Kulturen NRW erneut Kurse im Rahmen ihrer Entwicklungsprojekte an.
Die offenen Angebote richten sich an neue Zielgruppen in unserem Sozialraum und eröffnen ihnen neue Erfahrungsräume. Sie unterstützen die Teilnehmenden in ihrer persönlichen und sozialen Entwicklung sowie beispielsweise bei ihrer Integration.
Das Projekt wird durch das Land Nordrhein-Westfalen im Rahmen der Entwicklungsprojekte Weiterbildung gefördert.
Das Projekt zielt darauf ab, Menschen mit unterschiedlichen sozialen und kulturellen Hintergründen durch intuitives gemeinsames Musizieren miteinander zu verbinden. Es entsteht ein Raum für Begegnung, kreative Selbstentfaltung und sozialen Zusammenhalt.
Inspiriert von Ansätzen der interkulturellen Musikpädagogik, die auf der Anerkennung und Wertschätzung unterschiedlicher musikalischer Traditionen basieren, ermöglicht das Projekt einen offenen, inklusiven und niedrigschwelligen Zugang zum musikalischen Ausdruck.
Musik wirkt dabei über sprachliche Barrieren und kulturelle Unterschiede hinweg. Musikalische Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
Die Workshops verteilen sich über mehrere Monate und richten sich an eine möglichst vielfältige Gruppe aus Jugendlichen ab 16 Jahren, Erwachsenen, älteren Menschen sowie Personen mit Migrationsgeschichte oder Fluchterfahrung.
Die musikalischen Inhalte basieren auf südamerikanischen, asiatischen und afrikanischen Traditionen des Gesangs und der Perkussion. Ergänzt werden sie durch Körperperkussion und improvisatorische Klangspiele.
Die Workshops beinhalten unter anderem:
Durch das gemeinsame Musizieren erleben die Teilnehmenden Musik als universelle emotionale Sprache. Im Mittelpunkt stehen Gruppeninteraktion, gegenseitiges Zuhören, Respekt und gemeinsame kreative Prozesse. Dadurch werden die emotionale Verbindung und das Gemeinschaftsgefühl gestärkt.
Das Thema Frieden bildet das zentrale Leitmotiv des gesamten Projekts – von der Konzeption über die musikalische Gestaltung bis zur gemeinsamen Reflexion.
Musik wird dabei nicht nur als künstlerische Ausdrucksform, sondern auch als aktiver Beitrag zu einer Kultur des Friedens verstanden. In einem gesellschaftlichen Umfeld, das von Spannungen, Fluchterfahrungen und sozialer Fragmentierung geprägt ist, schafft gemeinsames Musizieren einen Raum, in dem Unterschiede nicht verwischt, sondern respektvoll miteinander in Beziehung gesetzt werden.
Das Projekt nutzt die verbindende Kraft der Musik, um Empathie und gegenseitiges Verständnis zu fördern. Durch kollektive Improvisationen, Call-and-Response-Techniken und rhythmische Synchronisation entstehen Momente innerer und äußerer Harmonie.
Die Teilnehmenden erleben, wie aus individuellen Klängen ein gemeinsamer Klangkörper entsteht – als musikalisches Bild für eine friedliche und vielfältige Gesellschaft.
Insbesondere Musiker mit Flucht- oder Migrationsgeschichte erhalten eine Plattform, um ihre musikalischen Traditionen einzubringen. Diese werden als Ausdruck von Identität, Erinnerung und kultureller Vielfalt verstanden.
Gleichzeitig wird sensibel mit persönlichen Erfahrungen von Verlust, Trauma und Heimat umgegangen. Musik kann dabei als unterstützender und verbindender Prozess erfahren werden.
Ein zentrales Element des Projekts ist die Schaffung eines offenen Raums für spontane und freie musikalische Ausdrucksformen. Alle Instrumente und musikalischen Traditionen sind willkommen.
Die Workshops werden von einem professionellen Musiker mit interkultureller und musikpädagogischer Erfahrung geleitet. Die kulturelle Vielfalt und die individuellen Voraussetzungen der Teilnehmenden werden respektvoll in die gemeinsame Arbeit einbezogen.
Im Verlauf des Projekts entwickeln die Teilnehmenden gemeinsam ein vielseitiges Repertoire. Dieses setzt sich aus improvisierten Klängen, traditionellen Melodien und neuen, gemeinsam geschaffenen Arrangements zusammen.
Menschen unterschiedlicher Generationen musizieren und lernen miteinander. Ergänzende Reflexionsphasen ermöglichen es, Gemeinsamkeiten und Unterschiede der verschiedenen musikalischen Traditionen wahrzunehmen und zu besprechen. Dadurch werden kulturelle Sensibilität und Offenheit gegenüber anderen Perspektiven gestärkt.
Die gemeinsam entwickelten musikalischen Ergebnisse werden zum Abschluss dokumentiert, beispielsweise durch Audio- oder Videoaufnahmen.
„Friedensklang“ wird damit nicht nur zu einem musikalischen, sondern auch zu einem sozialen und kulturellen Ereignis. Das Projekt stärkt die Teilnehmenden in ihrer Identität, schafft neue Beziehungen und eröffnet einen gemeinsamen Raum für Toleranz, Empathie und die Gestaltung einer friedlichen Zukunft.
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